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author Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB)
Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände
Deutscher Beamtenbund (DBB)
Berliner Gewerkschaftskommission
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
author_facet Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB)
Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände
Deutscher Beamtenbund (DBB)
Berliner Gewerkschaftskommission
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
collection AdsD leaflets
dateSpan 03.1920
description Bemerkungen: [] = Absatzmarken (ohne Punktion) im Volltext des Originals Arbeiter, Volksgenossen! Der allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund (C. Legien), die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände (S. Aufhäuser), der deutsche Beamtenbund (Kugler und Scherff) und die Berliner Gewerkschaftskommission (Oskar Rusch) haben am Sonnabend den sofortigen Abbruch des Generalstreiks beschlossen, weil sein Ziel erreicht ist. Deshalb muß jetzt ebenso geschlossen und einmütig wie die Arbeit niedergelegt worden ist, sie wieder aufgenommen werden. Trotzdem verharren Teile von linksradikalen Heißspornen weiter im Streik. Sie haben verstanden, besonders die Gruppe der Elektrizitätsarbeiter und Heizer zu beeinflussen und sie davon abzuhalten, die für die Wiederaufnahme der Arbeit in den Betrieben und des geregelten wirtschaftlichen Verkehrs notwendige Kraft zu erzeugen. Dadurch werden der Arbeitswille und die Solidarität der Gesamtarbeiterschaft aufs schwerste geschädigt. Die Folgen sind schwerste Gefährdung der Lebensmittelzufuhr und Verteilung in Berlin, weiteres Stilliegen des gesamten städtischen Verkehrs, Lahmlegung der Kohlenversorgung, der Fabriken und Haushaltungen, Mangel an Koch-Wasser, Gas, Beleuchtung und Fehlen der Zeitungen, die die Stadt nach 10 tägiger Nachrichtenlosigkeit mit den in allen Kreisen sehnlichst erwarteten Informationen versehen könnten. Das Maß der wirtschaftlichen Schädigungen, die aus den Folgen des Rechtsputsches für Berlin entstanden sind, ist ungeheuer groß. Jeder Arbeiter muß sich weigern, mitschuldig zu werden, daß die Kalamität zur Katastrophe wird. Die Notzustände, die eintreten müssen, treffen am stärksten die wirtschaftlich Schwachen, das sind die Arbeiter und kleinen Leute mit Ihren Frauen und Kindern [] Die Fortsetzung des Streiks, namentlich in den krafterzeugenden , und lebenswichtigen Betrieben, ist ein schwerer Angriff gerade auf das Leben der Arbeiterschaft. Das muß verhindert werden; darum folgt den berufenen Streikleitern und geht zur Arbeit! Bedenkt, daß wenn ihr euch jetzt erschöpft und ruiniert, euch die Möglichkeit fehlt, im gegebenen Notfalle später erneut um eure Freiheit zu kämpfen. Bezirksverband Groß-Berlin der S. P. D.
era Ende des Kapp-Putsches
Aufruf zur Beendigung des Generalstreiks
format IMAGE
genre visualUnit
geographic Berlin
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institution Archiv der sozialen Demokratie (AdsD)
language German
publishDate 03.1920
spellingShingle Arbeiter, Volksgenossen!
Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB)
Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände
Deutscher Beamtenbund (DBB)
Berliner Gewerkschaftskommission
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
[Legien, Carl, Aufhäuser, Siegfried, Kugler, Scherff, Rusch, Oskar, Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB), Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände, Deutscher Beamtenbund (DBB), Berliner Gewerkschaftskommission, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Bezirksverband Groß-Berlin, Arbeiter, Arbeiterbewegung, Generalstreik, Gewerkschaften, Kapp-Putsch (13.03.-17.03.1920), Soziale Armut, Weimarer Republik, Wirtschaft]
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title Arbeiter, Volksgenossen!
topic [Legien, Carl, Aufhäuser, Siegfried, Kugler, Scherff, Rusch, Oskar, Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB), Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände, Deutscher Beamtenbund (DBB), Berliner Gewerkschaftskommission, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Bezirksverband Groß-Berlin, Arbeiter, Arbeiterbewegung, Generalstreik, Gewerkschaften, Kapp-Putsch (13.03.-17.03.1920), Soziale Armut, Weimarer Republik, Wirtschaft]
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