Description
Summary:Bemerkungen: [] = Absatzmarken im Volltext des Originals; Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes '69 hat die SPD erstmalig sogenannte Testimonial-Werbeaktionen initiiert. <NZ>Unter Testimonial ist ein zu Werbezwecken verwendetes Empfehlungsschreiben eines zufriedenen Kunden und/oder eines Prominenten zu verstehen. In diesem Falle handelt es sich um die Testimonial-Serie "Männer, die Ja zur SPD sagen."<NZ>(Vgl. SPD, Jahrbuch der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, 1968/1969, S. 113.) Philip Rosenthal M.A. [] Männer, die JA zur SPD sagen [] Männer, die JA zur SPD sagen. [] "Sie sollten sich Ihre Wahlentscheidung nicht zu leicht machen. [] Ich habe es nicht getan." [] Philip Rosenthal M.A. [] Vorsitzender des Vorstandes der Rosenthal AG [] Hier sind meine Überlegungen, warum ich sogar aktiv als Bundestagskandidat in Goslar/ Wolfenbüttel in die sogenannten Niederungen der Politik gehe. Es sind keine Niederungen: Politische Entscheidungen sind höchste Verantwortung. Von ihnen hängt die Freiheit und der Frieden ab, also unser Leben und das unserer Kinder. [] Nicht jeder weiß das heute mehr. Aber der Nationalsozialismus wäre nie an die Macht gekommen - und damit Zerstörung, Tote, zerrissene Familien in Deutschland und in der ganzen Welt - wenn die Sozialdemokratie 1933 nicht in einer unheiligen Allianz zwischen den Kommunisten und der nationalistischen Rechten überstimmt worden wäre. Nationalismus ist das Gegenteil von Patriotismus, und ich werde allergisch, wenn solche Töne wieder bei anderen Parteien anklingen, nicht nur bei den NPD-"Führern" mit ihrem abgestandenen Gedankengut. [] Mir gefällt Brandts Ansehen in der westlichen Welt, die ich gut kenne. Mich überzeugt seine praktische Vernunft in der Ostpolitik: nichts einseitig aufgeben, aber nichts ausklammern, auch nicht mit der Regierung der DDR. Wenn ich als Unternehmer einen starken Konkurrenten habe, der auch für mich wichtig ist, dann lasse ich ihn nicht durch den Portier abfertigen. [] Mir gefällt Schillers Programm: soviel Wettbewerb wie möglich, soviel Planung wie nötig. Mich überzeugt sein Können, denn die Zeit für Dilettanten in der Politik ist vorbei. [] Als meinen Beitrag zur sozialen Symmetrie habe ich mir vorgenommen: wirkliche Gleichheit der Bildungs- und Aufstiegschancen, - für meinen Sohn und den eines Porzellan-Brenners. Ich weiß, daß das mit Lohnerhöhungen allein nicht zu schaffen ist, solange 15% der Bevölkerung 75% des wirtschaftlichen Vermögens besitzen. [] Damit kein Zweifel aufkommt: Ich bin für den Wettbewerb, für die Marktwirtschaft. Aber genauso bin ich überzeugt, daß ihr Bestand davon abhängt, daß an ihrer Vermögensbildung alle teilhaben. [] Das sind die Gründe, warum ich mich für die SPD entschieden habe. Der eine oder andere mag auch Sie überzeugen. Am 28. September liegt die Entscheidung bei Ihnen. [] SPD [] Die beste Zukunft, die Sie wählen können. [] Auch diese Männer bekennen sich zur SPD [] Generalleutnant a. D. Wolf Graf von Baudissin [] Prof. Dr. Heinrich Bergstermann [] Ärztlicher Direktor des Städt. Krankenhauses München-Harlaching [] Viktor de Kowa [] Hans-Joachim Kulenkampff [] Prof. Dr. Heinz-Dietrich Ortlieb [] Ordinarius an der Universität Hamburg [] Rüdiger Proske [] Publizist [] Peter Frankenfeld [] Dr. Ing. Karl Steinbuch [] Professor an der Universität Karlsruhe [] Wenn Sie wissen wollen, warum diese Männer im Herbst SPD wählen, schreiben Sie uns, wessen Meinung Sie besonders interessiert. Wir schicken sie Ihnen in den nächsten Tagen kostenlos zu. [] Sozialdemokratische Partei Deutschlands Abt. II [] Herausgeber: Vorstand der SPD Bonn [] SPD [] Die beste Zukunft, die Sie wählen können.
Published:28.09.1969